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Fett macht fett – Fünf Ernährungsirrtümer

Ernährungsirrtümer
Cola und Eis verursachen Bauchschmerzen, Kartoffeln machen dick und Schokolade ist der Gipfel der Ernährungssünden – um unser Essen ranken sich unzählige Gerüchte. Viele von ihnen sind einfach nur irreführend, einige Halbwahrheiten und einige wenige sogar gefährlich. Die fünf wahrscheinlich bekanntesten unter ihnen haben wir unter die Lupe genommen.

IRRTUM 1: Abends essen macht dick
Eigentlich logisch: Da der Mensch sich nachts kaum bewegt verbraucht er weniger Energie. Somit lagert er jedes kleine Gramm das ihm zu Verfügung steht, in Form von lästigen Fettpölsterchen an. Was ist da naheliegender als auf die Nudeln oder die Pizza am Abend zu verzichten? Doch es kommt noch besser. Gleichzeitig verspürt der schlafende Körper keinen Hunger – man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Das heißt: "schlüge" – wenn an diesem Ernährungsmythos auch nur ein Krümelchen Wahrheit wäre.

Tatsächlich interessiert es den Körper wenig, wann Kalorien zu sich genommen werden. Wichtig sind lediglich die Menge und die Art der Nahrung. In dieser Hinsicht kann ein gesundes Abendessen sogar vor Genusssünden ganz anderer Art schützen. Gerade wenn die Lieblingsserie oder ein Spiel des favorisierten Vereins im Fernsehen läuft, neigen viele Menschen dazu, nicht nur Junkfood, sondern -jede Menge- Junkfood zu sich zu nehmen. Hat eine ausgewogene Mahlzeit dagegen bereits für ein ausreichendes Sättigungsgefühl gesorgt, ist diese Gefahr deutlich geringer.

IRRTUM 2: Auf Fett sollte man verzichten
Jein! Keine andere Nährstoffgruppe musste so häufig als Inbegriff einer falschen Ernährung schlechthin herhalten wie das Fett. Das blieb nicht ohne Konsequenzen. Nicht umsonst werben Light-Produkte häufig damit, besonders fettreduziert zu sein. Dass Fett als Geschmacksträger jedoch wichtig ist und meist durch einen hohen Zuckergehalt ausgeglichen wird, wird gern unter den Tisch gekehrt.

Tatsächlich ist Fett eine der ergiebigsten Energiequellen des Körpers. Mit 9 kcal pro Gramm liefert es mehr als doppelt so viel wie Proteine oder Kohlenhydrate (jeweils 4 kcal pro Gramm). Die Fettzufuhr in Grenzen zu halten ist also durchaus sinnvoll.

Doch Fette sind bei Weitem mehr als Baumaterial für die eigene Knautschzone. Sie sind Träger wichtiger, fettlöslicher Vitamine, steigern das Sättigungsgefühl und halten den Elektrolyt- und Wasserhaushalt aufrecht. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega-3 und Omega-6. Diese kommen insbesondere in Fischarten wie dem Hering, dem bei Pizzafans beliebten Thunfisch sowie verschiedenen Getreide- und Nussarten vor. Doch auch gesättigte Fettsäuren aus Quellen wie Käse oder Fleisch sind bei richtiger Dosierung wichtige Bestandteile der Ernährung.

IRRTUM 3: Frisches Obst ist gesünder als Tiefgefrorenes
Als das andere Ende der Ernährungsskala gelten gemeinhin Obst und Gemüse. Aus biologischem Anbau soll es sein, aus der Region und am besten erst am selben Tag geerntet. Verpönt scheint dagegen das Grün aus der Tiefkühltruhe, denn wichtige Nährstoffe sind nur in frischem Obst und Gemüse enthalten – so die hinlängliche Meinung. Doch es lohnt sich, die Vitamine etwas genauer zu betrachten. So sind einige von ihnen äußerst empfindlich gegenüber Wärme oder Sonnenstrahlung. Auf dem Weg vom Acker über den Händler bis in die eigenen vier Wände sinkt der Nährwert dabei schnell deutlich unter den der Tiefkühlkost.

Doch nicht nur Vitaminen kommt der Winterschlaf zugute: In verschiedenen Gemüsesorten wie Bohnen oder Erbsen sind auch nach monatelanger Tiefkühlung jede Menge sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Diese mögen zwar weniger bekannt als Vitamine sein, erfüllen aber dennoch wichtige Aufgaben. So entfaltet beispielsweise das Quercetin im Körper eine antiallergische und antientzündliche Wirkung. Bei fehlender oder geringerer Kühlung allerdings halbiert sich sein Gehalt bereits nach einigen Tagen.

IRRTUM 4: Süßstoff ist gefährlich
Als Rohrreiniger oder Rostlöser findet er in der Industrie angeblich Verwendung, hoch krebserregend ist er zudem und in Sachen Diät ein reinster Bumerang, löst er doch starke Heißhungerattacken aus. Kaum ein anderer Zusatz hat einen so schlechten Ruf wie der Süßstoff. Ist die Diät-Cola also Hilfsmittel gegen die Pfunde oder süßes Gift, das den Körper langsam von innen auffrisst? Das hängt davon ab wen man fragt.

Was die Mär vom Krebsauslöser Aspartam angeht, kann Entwarnung gegeben werden. Zwar wurde dieser Zusammenhang 2005 in einer Reihe von Tierversuchen nachgewiesen – allerdings nur ein Jahr später von der European Food Safety Authority verworfen. Die Versuchstiere entwickelten aufgrund von Vorerkrankungen Krebs. Zudem: Die tägliche Menge, welche die Versuchstiere in der entsprechenden Studie zu sich nehmen mussten, entprechen beim Menschen etwa 4000 handelsüblichen Tabletten. Selbst für Teilnehmer an Ess-Wettkämpfen wären solche Mengen eine Herausforderung. Bleibt nur abzuwarten, ob sich hartnäckige Skeptiker davon überzeugen lassen.

Am Zusammenhang zwischen Gewichtszunahme und Süßstoffen dagegen scheiden sich bis heute die Geister. Tatsächlich stellte sich im Rahmen einer Studie heraus, dass die Tiere, deren Essen mit Süßstoff versetzt war, häufiger und mehr fraßen. Das Resultat war eine überdurchschnittliche Gewichtszunahme. Schuld daran ist der angeblich stark ansteigende und wieder abfallende Insulinspiegel. Die Folge: Heißhungerattacken. Ähnliche Versuche beim Menschen zeigten bisher allerdings keine Reaktion des Körpers.

IRRTUM 5: Veganer leben länger
Jetzt geht‘s um die Wurst. Denn die Frage nach dem lieben Fleisch ist seit Jahrzehnten Anstoß für geradezu leidenschaftliche Auseinandersetzungen. Für die einen sind Veganer bleiche Gestalten, die ihren Körper mit dem Verzicht auf wichtige Proteinquellen ruinieren, für die anderen steht jeder Biss in ein saftiges Steak für Mord, Ekel oder arteriellen Verschluss. So oder so: In kaum einer anderen Ernährungsfrage scheinen die Fronten derart verhärtet. Die Frage nach der Moral muss jeder für sich selbst beantworten. Was jedoch die Gesundheit betrifft, so scheinen sich die Argumente der Veganer und Vegetarier zu bewahrheiten, denn tatsächlich fand eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums heraus: Vegetarier leben länger.

Verkürzen tierische Produkte also die Lebenserwartung? Um diese Frage zu beantworten, muss man sich schon mit Details der Studie vertraut machen. Dabei wurde die Lebenserwartung von Veganern, Vegetariern und gelegentlichen Vegetariern mit denen der durchschnittlichen Bevölkerung verglichen. Demnach liegt die Sterbequote weiblicher Vegetarier um 30 Prozent unter der von Fleischessern, bei Männern sind es sogar 50 Prozent. Allerdings sind diese Werte bei allen drei Testgruppen etwa gleich. So lebt ein strenger Veganer nicht länger als ein gelegentlicher Vegetarier. Mit dem Verzicht auf tierische Lebensmittel hat das Ergebnis also vergleichsweise wenig zu tun. Vielmehr ist längeres Leben Folge eines insgesamt bewussteren Lebensstils.

Autor: Sibylle Fünfstück

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