Pünktlich zum Herbstanfang tummeln sich die bunten Kürbisse wieder zahlreich in unseren Supermärkten. Ihre Farbe variiert von hellem Grün bis hin zu kräftigem Orange und auch bei den Formen zeigt der Kürbis sich vielseitig.
Besonders zu Erntedank oder Halloween wird Kürbis nicht nur zum Kochen verwendet, sondern auch als Dekoration. Wer sich nicht die Mühe machen möchte, seinen runden orangefarbenen Kürbis mit einer gruseligen Fratze zu verzieren, greift zu den kleineren Zierkürbissen, die sich handlich zwischen Gestecken oder auf dem Fenstersims postieren lassen. Dabei stellt sich beim Einkauf nicht selten die Frage, welcher Kürbis denn jetzt essbar und welcher nur zur Zierde gedacht ist. Bei
über 800 Kürbissorten ist das auch kein Wunder. In unserer kleinen Kürbis-Kunde stellen wir die gängigsten Speisekürbisse vor, die es derzeit zu kaufen gibt.
Der praktische Hokkaido-Kürbis
Der Hokkaido-Kürbis heißt eigentlich Uchuki Kuri und zählt zu den beliebtesten Speisekürbissen. Kein Wunder, muss man ihn nicht erst schälen, wenn man ihn zum Kochen verwendet. Zudem zeichnet er sich aus durch seinen kräftigen Geschmack, sein festes Fruchtfleisch und die besondere Farbe – Hokkaido-Kürbisse strahlen förmlich orange. Außerdem ist er ein echter Allrounder, denn er eignet sich für alle Zubereitungsarten, von deftig bis hin zum Dessert. Optisch erkennt man ihn außerdem an seiner runden, Ball ähnlichen Form.
Early Harvest – der Halloween-Klassiker
Spricht man von einem Halloween-Kürbis, handelt es sich meistens um einen Early Harvest. Er wird bis zu 30 cm dick und bringt gute acht Kilo auf die Waage, doch gibt es ihn in jeder Größe und für jeden Zweck zu kaufen. Sein festes, saftiges Fruchtfleisch eignet sich für Suppen, Kuchen, zum Einkochen und für Pürees. Und ist er erstmal ausgehöhlt, bietet er Halloween-Fans die beste Basis für eine gruselige Laterne.
Der Gartenkürbis von nebenan
Auch als Laterne lassen sich die ebenfalls runden Gartenkürbisse umfunktionieren, wenn man sie ausgehöhlt hat. In seinem Inneren finden wir neben dem faserigen und wässrigen Fruchtfleisch außerdem die beliebten Kürbiskerne. Gartenkürbisse eignen sich besonders für Suppen, Marmeladen und Chutneys, da das Fruchtfleisch sehr würzig, intensiv und süß schmeckt. Übrigens: Zucchini und der Spaghettikürbis sind nahe Verwandte dieser Kürbisart.
Warum Muskatkürbis in Stücken kommt
Mit seiner festen, gerippten Schale und dem intensiv orangen bis lachsfarbenen Fruchtfleisch ist der Muskatkürbis ein echter Blickfang. Auch bei der Schale zeigt er sich vielfältig: Von dunkelgrün bis zu einem hellbraunen Ton ist alles dabei.
Muskatkürbis eignet sich besonders für Süßspeisen, da er fruchtig-säuerlich schmeckt, Suppen und Salaten gibt er das gewisse Etwas. Ganz am Stück wird er allerdings selten verkauft, denn Muskatkürbisse werden bis zu 30 Kilogramm schwer. Deswegen wird er meistens in praktischen Stücken verkauft.
Der birnige Butternut-Kürbis
Er sieht aus wie eine übergroße Birne: der Butternut-Kürbis. Seinen Namen hat ihm allerdings sein Inneres gegeben. Das Fruchtfleisch schmeckt nussig-süß, die Konsistenz lässt sich mit cremiger Butter vergleichen. Er kann vielseitig verarbeitet werden: zum Pürieren, Backen, Dünsten oder auch zum Braten. Zudem lässt sich der Butternut gut füllen und überzeugt mit seiner Lagerfähigkeit. Bei Idealbedingungen lässt er sich ein ganzes Jahr aufheben und schmeckt dann noch intensiver.
Essbar oder nicht?
Allgemein gilt: Alle Kürbisse eignen sich zum Dekorieren, aber nicht alle sind essbar. So kann es vorkommen, dass eigentlich essbare Kürbisse auf dem Müll landen. Das einfachste Kriterium bei der Frage, ob essbar oder nicht, ist der Geschmack: Schmeckt der Kürbis bitter, eignet er sich nicht zum Verzehr. Hinzukommt, dass nicht essbare Kürbisse meist nur wenig Fruchtfleisch haben. Minikürbisse beispielsweise haben saftiges Fruchtfleisch und schmecken nicht bitter, also können wir sie bedenkenlos essen und zur Deko umfunktionieren. Anders die oft kleineren Zierkürbisse, die außerdem durch bizarre Formen und fast schon grelle Farbkombinationen auffallen. Ihr Fleisch schmeckt bitter und verfügt über wenig Fruchtfleisch. Würde man sie zubereiten kann es zu Vergiftungserscheinungen, wie einer Magenverstimmung, Übelkeit oder Erbrechen kommen.
Doch bei der reichen Vielfalt an Kürbissorten wird jeder schnell seinen Favoriten gefunden haben. Was man alles leckeres aus diesen Kürbissen zaubern kann, verraten wir in unseren Kürbis-Rezepten.
Autor: Jutta Ladwig
P.S.
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