Sushi ist das japanische Trend Food schlechthin. Die Leckerbissen aus Reis, rohem Fisch und Gemüse gibt es in verschiedenen Variationen, für die die Zutaten nach Belieben und Geschmack immer wieder neu zusammengestellt werden können. Der Besuch einer Sushibar kann jedoch schnell ein Loch in den Geldbeutel reißen. Muss aber nicht! Denn mit etwas Geschick und Übung lässt sich Sushi auch in der heimischen Küche zubereiten.
Befolgen Sie unsere Rezepte und Tipps und die wertvollen Anweisungen der Profi-Sushimeister in einem Video-Beitrag auf pizzeria.tv:
Bevor es mit dem Rollen losgehen kann, müssen ein paar Dinge besorgt werden.
Die Utensilien
Um die kleinen japanischen Kulthappen selbst herzustellen, braucht es kein umfangreiches Equipment. Allerdings gibt es Hilfsmittel, die die Zubereitung erheblich erleichtern.
Da beim Sushi überwiegend roher Fisch verarbeitet wird, empfiehlt es sich, ein
scharfes Messer zu kaufen. Sushimesser, wie sie in Europa genannt werden, eignen sich natürlich nicht nur für Fisch, sondern für jede Art von Fleisch, Gemüse oder Obst. Außerdem lassen sich damit die fertigen Sushirollen in mundgerechte Happen schneiden ohne, dass sie dabei kaputt gehen. Das hat allerdings seinen Preis: Profis geben schon mal 200 Euro und mehr für ein traditionelles japanisches Sushimesser aus.
Außerdem brauchen angehende Sushi-Köche eine
Bambusmatte. Sie erleichtert das Rollen der Sushis. Im Fachhandel sind
Starter-Sets erhältlich, die bereits Bambusmatte und Messer enthalten. Sie empfehlen sich für die ersten Versuche Sushi selbst zuzubereiten.
Die Zutaten
Genießer stellen sich ihre Sushis nach Belieben zusammen und greifen dabei auf die verschiedensten Zutaten zurück. Zu den Grundbestandteilen zählen
Sojasauce, Wasabi, eingelegter Ingwer und natürlich frischer Fisch. Am Besten eignen sich
Lachs, Thunfisch oder Garnelen, aber auch
geräucherte Forelle, Makrele sowie Muschelfleisch und andere Meeresfrüchte.
Bei der Füllung der Rollen dürfen Sushi-Köche kreativ sein:
Salatgurke, Karotten, Avocado, Ingwer oder auch Mango und eingelegter Kürbis verleihen den Maki-Rollen einen erfrischenden und exotischen Geschmack.
Doch der Hauptbestandteil eines guten Sushis ist der
Reis. Er muss besonders gut kleben und wird mit
Reisessig zubereitet. Den rundkörnigen
Sushi-Reis gibt es in jedem Supermarkt zu kaufen.
So vorbereitet, kann es dann auch schon los gehen.
Grundrezept: Sushi-Reis
Zutaten: 3 Tassen ungekochter Sushi-Reis
ca. 4 Tassen Wasser
2 EL Zucker
1 EL Salz
4 EL Reisessig
Zubereitung 1. Reiskörner in einer großen Schüssel oder in einem Sieb unter reichlich fließendem Wasser waschen, bis das Wasser klar ist. Danach etwa eine Stunde abtropfen und ruhen lassen.
2. Je nach Reissorte (Hinweise auf der Packung beachten!) ein bis zwei Teile Wasser auf einen Teil Reis in einen Topf geben und kurz aufkochen lassen. Bei mittlerer Hitze 5-7 Minuten weiterkochen, bis das Wasser weitgehend aufgesogen ist. Dann den Reis zugedeckt bei ganz kleiner Hitze 10-15 Minuten quellen lassen. Wenn der Reis gar ist, Topf vom Herd nehmen, Deckel abnehmen und mit einem Küchentuch bedeckt 10-15 Minuten abkühlen lassen.
3. In der Zwischenzeit Zucker und Salz im Reisessig vollständig auflösen.
4. Reis in eine flache Schüssel füllen und die Essigmischung darauf verteilen. Zum Durchmischen mit einem Holzlöffel vorsichtig Furchen in den Reis ziehen, ohne den Reis dabei zu zerquetschen.
5. Reis ständig wenden, damit möglichst viel Feuchtigkeit verdunstet. So erhalten die Reiskörner den typischen Perlenglanz. Außerdem kühl der Reis so schonend ab.
6. Den abgekühlten Reis bis zur weiteren Verwendung mit einem feuchten Tuch abdecken, um Austrocknen zu verhindern.
Die klassische Maki-Rolle
Zutaten: 500 g fertigen Sushi-Reis
1 Dose Wasabipaste
1 Pkt. Noriblätter
Für die Füllung: 1 Gurke
2 Möhren
200 g Lachsfilet, gehäutet
200 g Fischfilet, z.B. Thunfisch
1 japanischer, eingelegter Rettich
1 Avocado
2 EL Reisessig
250 ml Wasser
Sojasauce Eingelegter Ingwer
Zubereitung 1. Die Füllung ganz nach Geschmack wählen; Gemüse in ca. 1 cm dicke Stäbchen schneiden, den Fisch in etwa bleistiftdicke Stifte.
2. Reisessig und Wasser in einer kleinen Schale vermengen.
3. Bambusmatte auf die Arbeitsfläche legen, ein Noriblatt in der Mitte falten und auseinander brechen. Noriblatt-Hälfte mit der glänzenden, glatten Seite nach unten auf die Bambusmatte legen.
4. Die Hände in das Essigwasser tauchen (so klebt der Reis nicht daran). Eine Handvoll Reis zu einem länglichen Block formen.
5. Reisblock in die Mitte des Noriblattes legen und gleichmäßig darauf verteilen. Oben einen 1 cm breiten Streifen frei lassen.
6. Den Reis in der Mitte mit etwas (!) Wasabipaste bestreichen. (Achtung bei der Dosierung: Der Wasabi soll den Geschmack der anderen Zutaten nicht dominieren!)
7. Einen Streifen Fisch oder Gemüse auf den mit Wasabi bestrichenen Reis legen. Das vordere Ende der Bambusmatte anheben und langsam mit dem Aufrollen beginnen.
8. Die Rolle so weit aufrollen, bis das Ende des Noriblattes auf die Reiskante trifft. Dabei einen leichten Druck ausüben, um die Rolle zu formen.
9. Schaut nur noch der freie Nori-Streifen heraus, wird die Rolle mit beiden Händen vorsichtig in Form gebracht.
10. Die fertige Sushi-Rolle beiseite legen und die restlichen Rollen formen.
11. Danach das Sushimesser feucht mit einem in Essigwasser getauchten Tuch abwischen. Die Rolle in etwa 10 – 12 gleichgroße Stücke schneiden. Die Klinge nach jedem Schnitt erneut befeuchten.
12. Maki-Röllchen auf einem Teller anrichten. Mit Sojasauce und eingelegtem Ingwer servieren.
Das klassische Nigiri-Sushi
Zutaten: 250 g Sushi-Reis
Lachsfilet Sushi-Qualität
Thunfisch Sushi-Qualität
Garnelen
2 EL Reisessig
2 EL Zucker
1 TL Salz
Wasabipaste
Zubereitung 1. Hände mit Essig-Wasser befeuchten, damit der Reis nicht daran kleben bleibt.
2. Etwa 1 EL Reis mit der rechten Hand zu einem länglichen Kloß formen.
3. Etwas Wasabi auf dem Kloß verteilen.
4. Den dünn geschnittenen Lachs oder Thunfisch oder eine halbierte Garnele auf den Reis legen und mit dem Daumen von oben kräftig auf den Kloß drücken.
5. Sushi in der Hand umdrehen und erneut von unten Reis gegen den Fisch pressen.
6. Fertiges Nigiri durch Drücken in Form bringen.
7. Sushi auf einem Teller anrichten und mit Sojasauce und eingelegtem Ingwer servieren.
Ura-Maki mit Gemüse
Zutaten: 250 g fertiger Sushi-Reis
2 Noriblätter
4 EL Sesam
1 Salatgurke
1/2 Avocado
1 TL Zitronensaft
4 Blätter Salat, z.B. Eisbergsalat Wasabi
Zubereitung 1. Sesamsamen in einer Pfanne ohne Fett goldgelb rösten und auf einem flachen Teller abkühlen lassen.
2. Salatgurke waschen, längs halbieren, wenn nötig entkernen. Gurke der Länge nach in 2 ca. 0,5 cm breite Streifen schneiden.
3. Salatblätter waschen und trocken tupfen. Jedes Salatblatt mit etwas Wasabi bestreichen und einzeln aufrollen.
4. Avocado schälen, der Länge nach in Streifen schneiden und sofort mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun wird.
5. Bambusmatte mit Frischhaltefolie komplett umwickeln. Darauf ein Noriblatt mit der glatten Seite nach unten legen und mit der Hälfte des Reis komplett bedecken und leicht andrücken. Dann mit dem Noriblatt umdrehen, so dass der Reis auf der Klarsichtfolie liegt.
6. Das untere Drittel des Noriblattes mit Wasabi bestreichen. Darauf je die Hälfte der Gurkenstifte, Salatröllchen und Avocados verteilen und das Ganze mit Hilfe der Matte aufrollen.
7. Aus den restlichen Zutaten eine zweite Rolle formen.
8. Die Rollen in je 6 gleichgroße Stücke schneiden und jedes in geröstetem Sesam wälzen.
California Rolls
Zutaten: 350 g fertiger Sushi-Reis
1 Avocado
2 Noriblätter
100 g Frischkäse
300 g Lachsfilet
Wasabi
Eingelegter Ingwer
Sojasauce
Zubereitung 1. Avocado schälen, Kern entfernen und in 12 etwa 7 cm lange Streifen schneiden.
2. Noriblätter halbieren. Bambusmatte mit Frischhaltefolie abdecken, etwa 120 g Reis darauf verteilen und gut andrücken.
3. Das halbe Noriblatt darauf legen, mit 25 g Frischkäse bestreichen und je 3 Avocadostreifen darauf verteilen. Mithilfe der Matte aufrollen und zusammendrücken. Fertiges Sushi herausnehmen.
4. Lachs in dünne, große Stücke schneiden und um die Sushi-Rolle wickeln. Rolle in etwa 8 gleichgroße Stücke schneiden.
5. Restliche Zutaten genauso verarbeiten.
6. California Rolls auf einem Teller verteilen und mit Wasabi, Ingwer und Sojasauce servieren.
Autor: Jutta Ladwig